Franck Hamon – Deutsch

Franck Hamon - Photo by Jean-Philippe Hemery
Franck Hamon | Dominus Inventor – Photo by Jean-Philippe Hemery

Sechs Fragen an FRANCK HAMON

 

I.  – Wann und wie ist die Idee zu diesem Projekt entstanden?

Ich hatte schon immer eine besondere Leidenschaft für Automobile und eine eigene Garage zu besitzen, davon hatte ich schon immer geträumt. Ich sagte mir, dass, wenn sich eines Tages die Gelegenheit dazu anbieten würde, eine eigene Garage mit all dem dazugehörenden Ambiente, mein sein wird. Als ich diese lange Zeit ungenutzte Garage dann entdeckte sagte ich mir das es wirklich eine Schande sei dieses Gebäude leerstehen zu lassen und es reifte in mir der Gedanke diesen Ort mit neuem Leben zu füllen. Einen kommunikativen Ort zu schaffen, in dem man sich wohlfühlen kann.”

Ich kontaktierte die Besitzer und die Familie PINEAU antwortet: “Schaun wer mal”. Schliesslich erhielt ich eines Tages einen Anruf und die Besitzer sagten mir: “Wenn Sie das Gebäude wollen; jetzt ist es zu verkaufen,” und ich kaufte es letztendlich.

Bereits im Jahre 2012 hatte ich ein Gebäude gekauft und renoviert um attraktiven Wohnraum für Studenten zu schaffen, dessen Mietpreis (ca. 5 Euro / m2) nicht übersteigen sollte. Für dieses Projekt habe ich eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben, welche von Studenten erstellt worden ist. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Projektes und des Bauvorhabens wurden immer wieder Anfragen von Firmen und der Stadtverwaltung an mich gerichtet, welche letztlich immer mit der Feststellung endeten: “Es ist schade, dass es solche Studien nicht auch für Geschäftsräume in der Innenstadt gibt”.

Die Begegnung mit der Straßenkünstlerin und Grafikdesignerin Laetitia Cordier, welche von der Stadtverwaltung beauftragt war, das Gebäude an der Adresse 40 rue des Halles, Le Garage (ex Briconautes) im Rahmen einer Immobilien Aktion zu dekorieren, eröffnete mir eine weitere Perspektive für eine mögliche neue Nutzung dieses Gebäudes.

II.  – Sie engagieren sich sehr auf allen Ebenen für dieses Projekt. Finanzierung, Sanierung, Neugestaltung, Ausstattung, Kommunikation und Vermietung. Was sind Ihre Beweggründe ?

Meine Hauptmotivation besteht in der Durchführung von Projekten, die mir sinnvoll erscheinen und meinen Interessen entsprechen. Wenn ich an einem Projekt arbeite, dann identifiziere ich mich voll und ganz damit, und lasse mich auch von der jeweiligen Atmosphäre leiten, die jedes Projekt mit sich bringt. Es muss letzlich für mich Menschlich interessant sein. Projekte, in denen ich mich nicht voll und ganz einbringen kann und die ferngesteuert ohne mich ablaufen sind mir fremd. Mein persönliches Engagement auf allen Ebenen ist eine reine Herzensangelegenheit.

III.  – Hatten Sie viele Anfragen die Teil dieses Projektes sein wollten ?

Ja, eine Menge, mehr als 100. Dieses Projekt entstand auf Grund einer bestehenden Nachfrage, welche letztlich durch eine Marktstudie bestätigt wurde. Es ging darum einen Raum zu schaffen der Menschen die Möglichkeit bietet in zentraler und öffentlicher Lage in einem Ambiente einer ehemaligen Garage zu arbeiten; und dies zu einem vernünftigen Preis.

IV.  – Was waren die Kriterien, um dieses Gebäude auch für die Öffentlichkeit nutzen zu können ?

Das Gebäude wurde als Ausstellungshalle deklariert um somit auch den Einwohnern von Saint-Nazaire einen Zugang zu ermöglichen. Ein Ort also, der sowohl Begegnungs- als auch Arbeitsstätte ist.

V. – Haben Sie eine Unterstützung von der Stadt erhalten oder ist dies ein ganz individuelles Projekt?

Es ist mein ganz und gar privates Engagement, aber ich bin seit langer Zeit in Kontakt mit der Stadtverwaltung von Saint-Nazaire bezüglich diverser Projekte. Mein Ansatz ist komplett privat, aber ich versuche auch dazu beizutragen, das die Stadt um eine Attraktivität reicher wird.

VI. – Was erwarten Sie für die Zukunft von Le Garage ?

Ich möchte das dies ein Ort der Kreativität und Kommunikation wird, ein Ort indem es sich arbeiten, lernen, entdecken und träumen lässt, in einer angenehmen und funktionellen Atmosphäre und vieles mehr. Dieses Gebäude ist ein Teil von Saint-Nazaire und diesem Erbe versuche ich auch dadurch gerecht zu werden das seine ursprüngliche Verwendung noch zu entdecken ist.

Herzlichen Dank Frank !

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